Lesung und Diskussion auf Deutsch und Englisch
über die Spuren jüdischer Erinnerung, Verlust und Weiterleben
Eintritt frei! Bitte melden Sie sich mit einer kurzen E-mail an, unter rosner@dai-sachsen.de
Elizabeth Rosner (geb. 1959 in Schenectady, New York) ist eine der wichtigsten Stimmen der Zweiten Generation in den USA. Ihr Vater, ein deutscher Jude aus Hamburg, war Überlebender des KZ Buchenwald, ihre Mutter, eine polnische Jüdin, überlebte das Ghetto von Wilna. Nach der Befreiung wanderten sie in die USA aus.
In Jenseits dieses Waldes verarbeitet Rosner in Gedichten und Prosa die Spuren von Erinnerung, Verlust und Weiterleben, aber auch das Ringen um die Bedeutung von Sprache, Religion und vererbter Erfahrung für ihr Leben als Tochter von Holocaustüberlebenden. Eindringlich und präzise beschreibt sie Bruchstellen der Familiengeschichte, Sprachlosigkeit sowie Möglichkeiten der Versöhnung; mit ihrem Vater, aber auch mit Nachfahren der Täter.
Dieses zweisprachige Buch, das 2026 im Leipziger Verlag für jüdische Kultur und Zeitgeschichte Hentrich & Hentrich erscheint, versammelt diese Gedichte erstmals in deutscher Übersetzung.
Entstanden ist die Übertragung im Rahmen eines universitären Projekts an der Technischen Universität Dortmund mit einer Gruppe von Studierenden der Fakultät Kulturwissenschaften, die sich der Herausforderung stellten, Rosners Sprache des Erinnerns in engem Austausch mit der Autorin gemeinsam ins Deutsche zu bringen. So wird Jenseits dieses Waldes nicht nur zur Begegnung zwischen Sprachen und Kulturen, sondern auch zwischen Generationen.
Moderation: Dr. Nora Pester (Hentrich & Hentrich Verlag)
Deutsche Texte gelesen von Grigory Stanskiy (Deutsches Literaturinstitut Leipzig)
Eine Kooperation zwischen dem Deutsch-Amerikanischen Institut Sachsen, Hentrich & Hentrich und TaMaR Germany.
Ermöglicht durch eine Förderung des Freistaates Sachsen und des Auswärtigen Amtes.